Ensen

Köln. Stadtbezirk Porz. | Zurückgelegte Strecke: 14,4 km

Der Stadtteil „Ensen“ liegt am südlichen rechten Rheinufer und ist ein ziemlich kleines, ruhiges und verschlafenes Örtchen. An viele Ecken wird man noch an den ursprünglichen Dorfcharakter erinnert. Nach 14,4 gelaufenen Kilometern war jedenfalls fast jede Straße besichtigt. Erst seit 41 Jahren gehört Ensen zur Stadt Köln. Davor war der kleine Ort, der schon im Mittelalter das erste mal urkundlich erwähnt wurde, immer wieder Spielball von Großmächten, Eroberern und sich feindselig gestellten Truppen. Ob während der Religionskriege, des Dreißigjährigen Krieges oder den Feldzügen Napoleons: regelmäßig wurden Ensen und die benachbarten Orte verwüstet, geplündert und niedergebrannt. Da half es auch nicht, dass sich die Bauern, die von Landwirtschaft, Weinbau und Fischfang lebten, irgendwann bewaffneten und Gegenwehr lieferten. Ihre Dörfer mussten trotzdem immer wieder neu aufgebaut werden. Eine ziemlich grausame Zeit. Erst durch die Zugehörigkeit zu Frankreich und später zu Preußen, kehrte etwas Ruhe ein. Der Name „Ensen“ stammt übrigens höchstwahrscheinlich aus der Zeit der Kelten, die mit dem Wort „An-isa“ fließendes Gewässer bezeichneten, was im Hinblick auf die Lage am Rhein Sinn ergibt.