Face the Euro

(DEUTSCH)

Ein Gemeinschaftsprojekt mit Sebastian Hennig.

"Face the Euro" ist ein Projekt, das sich mit der Relation zwischen Mensch und Geld in der heutigen Gesellschaft beschäftigt. Die Arbeit ist interaktiv und findet zwischen freiwilligen Teilnehmern und uns Künstlern statt: wer möchte, gibt einen Fünf-Euroschein, wird von uns fotografiert, wonach das Porträt auf einen Geldschein gedruckt wird. So wird jeder Schein Teil eines ständig wachsenden Kunstwerks.

Als wir das Konzept von "Face the Euro" entwickelten herrschte Finanzkrise. Tagtäglich wurde das Auseinanderbrechen der Europäischen Union prophezeit. In dieser Zeit, in der es jeden Tag um Banken, Schulden und Zinsen ging, in der sich zwischen den verschiedenen Nationen gegenseitige Vorwürfe und Ressentiments verbreiteten, in der Ängste und düstere Szenarien für die Zukunft geschürt wurden, wollten wir etwas Motivierendes finden. Es drehte sich alles um Geld, der Mensch, das Individuum war dabei fast schon in Vergessenheit geraten.

Welchen Stellenwert hat Geld in unserer Gesellschaft und welchen der Mensch im Vergleich dazu? Es ist wohl das einzige Medium, das alle Menschen irgendwie miteinander verbindet, unabhängig vom sozialen Status oder den eigenen Lebensumständen. Geld geht durch die Hände aller, jeder ist mehr oder weniger davon abhängig. Aber ist es wirklich so schlecht, wie so oft behauptet wird? Wenn man es nüchtern betrachtet ist es neutral, jede Banknote ist nichts weiter als ein bedrucktes Stück Papier. Es ist ein Träger, eine Projektionsfläche. Denn erst jeder einzelne Mensch lädt es mit seinen Gedanken, Ideen, Wünschen und letztendlich seinem Handeln auf. Erst dadurch bekommt es Gewicht und einen gewissen Wert, ob nun einen neutralen, einen positiven oder negativen. Geld ist also eher das Spiegelbild eines jeden Einzelnen und wird durch dessen Handeln und Denken aufgeladen. Wie viel Einfluss habe ich also selbst als Individuum auf die Prozesse, die durch das Einsetzen jedes Geldscheins entstehen? Der Gedanke, dass jeder Einzelne, unabhängig davon wie sich die politische oder wirtschaftliche Lage entwickelt, mit seiner Persönlichkeit, seinen Gedanken und Entscheidungen, maßgeblich seine Umwelt und ihre Entwicklung positiv beeinflußen kann, ist ein spannender Gedanke. Mit dem Bewusstsein für Eigenverantwortung kann jeder theoretisch einen positiven Beitrag leisten.   

Mit "Face the Euro" verleihen wir dem neutralen Stück Papier eine persönliche, individuelle Note, laden es mit realen Persönlichkeiten auf und veredeln es dadurch - dem Euro wird ein Gesicht gegeben. Die Gewichtung soll in Richtung Individuum und dessen Potenzial gehen und weg von dem neutralen, "kalten" Träger. Der Mensch und seine Eigenverantwortung sollen symbolisch über das Geld gestellt werden. 

Die Gründe für die Teilnahme, mögen dabei so unterschiedlich sein wie die Teilnehmer selbst und dies ist auch Teil des Projektes. Aber das Wichtige dabei ist, es entstand und entsteht Kommunikation und Austausch. Mittlerweile haben auf unseren sieben Stationen (Düsseldorf, Köln, Heerlen, Amsterdam, Regensburg, Berlin) 460 Menschen teilgenommen, die aus unterschiedlichen Ländern wie Deutschland, Holland, Frankreich, USA, Russland, Japan oder Portugal stammen. Wir hoffen, dass weitere hinzukommen, denn unser Ziel ist es, durch alle Länder der Europäischen Währungsunion zu reisen und ein Kunstwerk zu kreieren, das sowohl für Einigkeit als auch für Vielfalt steht.

Bisherige Stationen:
Düsseldorf
Köln 
Heerlen 
Amsterdam
Regensburg
Amsterdam
Berlin


 

(ENGLISH)

A joint project with Sebastian Hennig

"Face the Euro” deals with the relationship between man and money in our society.

It’s an interactive project, which takes place between the participants and us, the artists. If you want to take part in the project, you must have your photo taken and then have it printed on your 5 Euro banknote. This way every banknote becomes part of a growing work of art.

We were working out the “Face the Euro” concept during the financial crisis, amidst the growing hysterical predictions of the inevitable collapse of the European Union. All you could hear was incessant talk about banks, debts and percentage. Prejudices, mutual accusations and fear were soaring, terrible scenarios of the coming doom were drawn, and at that moment we felt a desperate need to find something positive, some pivot in that sea of negativity.

What is a man’s role in modern society? What is the role of money? Does money serve me or do I serve money? What can I do for the world around me? The main idea of the project was that despite the economic and political situation, every person if he wants to, can influence the society and its development. If you feel personal responsibility you can make a positive contribution. People who wonder whether or not they should participate in our project, face two problems: they have to part with money and they must have their photo printed on a banknote (a symbol of power) and thereby damage it. Both problems are interesting; they demonstrate how a small piece of paper can influence our conscience and our behavior. Therefore, every participant makes two important moves: he gives away some money and he puts his personality above the money. It's a small gesture, but it has a great symbolic value. It gives you the opportunity to add value to the means of payment by adding a personal statement, face to face with other individuals and their different motives.

The reasons for participation in the project are as different as the participants themselves. The most important thing is that our project leads to communication. We made seven stopovers – in Dusseldorf, Cologne, Heerlen, Regensburg, Berlin and Amsterdam - and involved 460 people from Germany, France, Holland, the USA, Russia, Japan, and other countries in our project. We hope to attract more people, since we’ve decided to take our project to all the countries of the European Economic and Monetary Union and create a piece of art which stands for unity and diversity at the same time.

Past performances:
Düsseldorf (GER)
Köln (GER)
Heerlen (NL)
Amsterdam (NL)
Regensburg (GER)
Amsterdam (NL)
Berlin (GER)

Impressionen von den einzelnen Stationen

Der Startschuss, Düsseldorf 2012 | The beginning, Duesseldorf 2012

Blooom / ArtFair Cologne, 2012

PopArt Gallery Heerlen, 2013

MILK Gallery, Red light district Amsterdam, 2014

Kunstmesse Regensburg, 2015

"This Art Fair", Beurs van Berlage, Amsterdam, 2015

"Europa leuchtet" - Komische Oper, Berlin, 2017

photo by: Vadim Zakharov

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Photo by Nina Bender

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