Immendorf

Köln. Stadtbezirk Rodenkirchen. | Zurückgelegte Strecke: 9,3 km

Immendorf ist einer dieser Stadtteile, bei dem man nicht wirklich das Gefühl hat, sich noch in der Metropole Köln zu befinden. Würde man über den Feldern nicht in weiter Ferne die Kölner Skyline samt dem Dom, dem Colonius und dem Funkhaus erkennen, könnte man glatt vergessen, dass man in Köln ist. Das Veedel besteht aus einem kleinen Dorf, vielen Feldern und zahlreichen Kiesgruben und Baggerseen, die allerdings allesamt mit PFT verseucht und seit einigen Jahren mit NATO-Draht abgeriegelt sind. Man mag es kaum glauben, aber trotz aller Beschaulichkeit ist die Geschichte Immendorfs älter als manch eines anderen, heute dichtbesiedelten und beliebten Veedels. Zum ersten Mal im Jahre 948 als „Iminethorp“ urkundlich erwähnt, lässt sich seine Historie sogar noch in die römische und fränkische Zeit zurückverfolgen. Über die Größe eines kleinen Dorfes ist Immendorf allerdings nie hinausgekommen und befindet sich heute wie im Dornröschenschlaf - die Straßen sind leer, nach Geschäften, Bäckereien oder offenen gastronomischen Betrieben sucht man vergeblich. Das Bild des Stadtteils prägen die alten Höfe Goldschmidtshof, Friedrichshof, die Gisdorfer Höfe und der Zaunhof, die von vielen gemütlichen kleinen Häusern, aber auch einigen weniger schönen Neubauten, umgeben sind, die wie Fremdkörper im beschaulichen Dorf wirken. Das Wahrzeichen des Veedels ist aber die neuromanische Kirche Sankt Servatius (1873-1874 erbaut), die auf dem Hügel „Heidenberg“ über dem Dorf thront und praktisch von überall zu sehen ist.