Mauenheim

Köln. Stadtbezirk Nippes. | Zurückgelegte Strecke: 16,2 km

Der kleinste Stadtteil Kölns trägt einen alten Namen, hat aber gleichzeitig eine sehr junge Vergangenheit. Denn die im
Jahre 1199 zum ersten Mal erwähnte „Herrlichkeit Mauenheim“ (unter "Herrlichkeit" war ein Gebiet gemeint, das einem „freien Herren“ unterstellt war) hatte mit dem heutigen Veedel wenig zu tun, sondern umfasste das Gebiet des heutigen Nippes. Dort waren die beiden Orte „Mowinheym“ und „Am Nippes“ vorzufinden, von denen der letztere im Laufe der Zeit immer bedeutender wurde und als „Nippes“ Namensgeber des ganzen Ortes wurde. Der Name „Mauenheim“ dagegen verschwand für lange Zeit in der Versenkung. Der Stadtteil selbst entstand erst nach 1919, als nördlich von Nippes neue Wohnsiedlungen gebaut wurden und ein neuer Ort geboren war, der auch einen eigenen Namen benötigte. Bei einer Preisausschreibung der GAG setzte sich 1921 der Vorschlag des Pfarrers Peter Schreiber durch, den alten Namen „Mauenheim“ wieder zum Leben zu erwecken. So wurde Mauenheim ab 1933 offiziell zu einem neuen Stadtteil Kölns. Die damals entstandenen Siedlungen „Grüner Hof“ (1922-1924 nach den Plänen des legendären Architekten Wilhelm Riphahn erbaut) und die Niebelungensiedlung, deren Straßennamen allesamt an die berühmte Sage erinnern, prägen bis heute das Bild des winzigen Veedels.